Wieder gesehen: Der grosse Bluff

kulturtipp 06/2019 vom

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Paul Newman und Robert Redford legten in der spannenden und amüsanten Komödie «The Sting» von 1973 einen Gangsterboss aufs Kreuz.

Das Erfolgstrio des Westerns «Butch Cassidy & Sundance Kid» (1969) sollte vier Jahre später noch einmal für filmische Furore sorgen: Regisseur George Roy Hill holte für «The Sting» sein Traumpaar Paul Newman und Robert Redford (siehe Seite 14) ein weiteres Mal vor die Kamera. Zum raffinierten, vor witzigen Dialogen nur so strotzenden Drehbuch von David S. Ward entwickelten sie ein rasantes und verschmitztes Spiel um ­einen grossen Bluff. 

Der kleine Trickbetrüger Johnny Hooker holt sich für die Rache an der Ermordung eines Kumpels die Hilfe von Henry Gondorff, dem besten Falschspieler aller Zeiten. Ziel ihrer Aktion ist der Gangsterboss Lonnegan. Hooker inszeniert zusammen mit Gondorff und zahlreichen Unterweltlern ein tolles Täuschungsmanöver: Sie bauen ein komplettes Wettbüro, in dem Lonnegan eine hohe Summe einsetzt. Er wird bös über den Tisch gezogen, denn alles ist Schein, inklusive Erschiessung von Hooker und Gondorff.

Regisseur George Roy Hill inszenierte in einer total künstlichen Bilderbuch-Unterwelt im Chicago der 1930er-Jahre. Hier bewegen sich Newman und Redford über zwei kurzweilige Stunden voller Spannung und Vergnügen.

«The Sting» heimste insgesamt sieben Oscars ein und wurde mit einem Einspielergebnis von über 160 Millionen Dollar zum erfolgreichsten Film des Jahres. Die adaptierte Filmmusik, vor allem das Stück «The Entertainer», läutete das internationale Revival des Ragtime-Komponisten Scott Joplin (1868–1917) ein.

The Sting (Der Clou)
Regie: George Roy Hill
USA 1973
DVD, 123 Minuten
(Universal 2003)

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