Vor 30 Jahren im nordrhein-westfälischen Gladbeck: Zwei Gangster verüben einen Banküberfall, nehmen Geiseln, fliehen mit einem Personenwagen, später mit einem Linienbus. Es folgt eine dreitägige Irrfahrt. Das Geiseldrama geht in die Geschichte ein. Es war die Tat von ungemein brutalen Verbrechern; zwei Geiseln und ein Polizist sind am Ende tot. Es war ein einziger Polizei- und Medienskandal, ein Riesendesaster für die Staatsmacht, die dilettantisch agierte, auf der ganzen Linie versagte. Die Journalisten sind hautnah dabei – Millionen verfolgen alles live am Bildschirm. Dieser peinliche Fall der deutschen Kriminalgeschichte ist in einem zweiteiligen Spielfilm als grosser Nervenkrieg minu­tiös nachinszeniert worden. Die begleitende Dokumentation stellt die Opfer ins Zentrum. Bis heute sind sie traumatisiert: Die Mutter einer getöteten Geisel, die Schwester, deren Bruder vor ihren Augen im Bus kaltblütig erschossen wurde. Sie geben aus der Distanz von 30 Jahren Auskunft. Immer noch fassungslos blickt man auf das ungeheure Geschehen von damals.

Gladbeck 1+2
Abrufbar bis 7.4.

Das Geiseldrama von Gladbeck – Danach war alles anders
Abrufbar bis 5.4., Dokumentation
www.ardmediathek.de