Dok-Film: Zwei Seiten der Ikone

kulturtipp 11/2019 vom

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Für ihr Filmporträt «Bloodlight and Bami» hat Sophie Fiennes die Sängerin Grace Jones während zehn Jahren begleitet.

Grace Jones gilt als Pop-Ikone, aber auch als aufbrausende Diva. Doch wer ist diese Frau wirklich? Zehn Jahre lang begleitete die Filmemacherin Sophie Fiennes die mittlerweile 70-jährige Sängerin, um dies herauszufinden. Entstanden ist «Bloodlight and Bami», ein Filmporträt jenseits der Genre-­Konventionen. Da gibt es kein Archivmaterial, keine Nostalgie, keine Drittstimmen zu vermeintlichen Skandalen. Da ist nur Grace Jones und ihr Leben in zwei Welten: «Bloodlight», das rote Licht über dem Tonstudio steht für die Entertainerin und Geschäftsfrau. «Bami», das jamaikanische Brot, steht für die herzliche und witzige Privatperson, die ihre Familie in Jamaika besucht. Dazwischen spannt sich Jones’ Charakter immer deutlicher auf: Ihr Vater war strikt, sie dürstete es nach Freiheit. Grace Jones, die launische Diva, gibt es nicht. Es gibt nur Grace Jones, die Künstlerin, die sich nicht reinreden lässt. 

Grace Jones – Bloodlight and Bami
Regie: Sophie Fiennes 
GB 2017, 115 Minuten
So, 12.5., 23.10 SRF 1

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