Benedict Wells: «Immer nur geträumt»

kulturtipp 10/2016 vom | aktualisiert am

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Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und ungleiche Geschwister: Der neue Roman «Vom Ende der Einsamkeit» des deutschen Best­seller-Autors Benedict Wells berührt und packt mit Witz und philosophischen Fragen.

 Benedict Wells: Der 32-jährige deutsche Autor schreibt über die Brüche im Leben (Bild: DDP IMAGES)

Benedict Wells: Der 32-jährige deutsche Autor schreibt über die Brüche im Leben (Bild: DDP IMAGES)

«Rück mit dem Stuhl heran. Bis an den Rand des Abgrunds. Dann erzähl ich dir meine Geschichte.» Dieses Zitat des US-Schriftstellers F. Scott Fitzgerald stellt Benedict Wells seinem Roman voran. An den Abgrund führt der Jungautor auch seine Protagonisten – und mit ihnen seine mitfiebernden Leserinnen und Leser. 

Ein tragischer Verlust

Im Zentrum stehen drei Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der nachdenkliche Ich-Erzähler Jules, seine älteste, lebhafte und schöne Schwester Liz und der ältere, gehemmte Bruder, der Aussenseiter Marty. Diesen beschreibt der Ich-Erzähler anschaulich: «Es war, als hätte man Woody Allen gezwungen, noch einmal die Pubertät durchzumachen: Er trug nur noch schwarze Kleidung und einen schwarzen Ledermantel, gab den ganzen Tag intellektuelle Anspielungen von sich, die keiner von uns verstand, und mit seiner Hakennase und der Brille wirkte er wie eine existenzialistische Vogelscheuche.»

Trotz aller Unterschiede, eins verbindet die drei: Der tragische Unfalltod ihrer Eltern, der ihr Leben in unvorhergesehene Bahnen lenkt. Die Geschwister kommen in ein bayerisches Internat, und verlieren fast gänzlich den Kontakt zueinander. [...]

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