Ausstellung: Ein Hauch von Rätselhaftem

kulturtipp 24/2017 vom

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Das Zürcher Museum Rietberg erinnert an die kurzzeitige Nasca-Kultur in der peruanischen Wüste. Sie blühte, als in Europa die Römer das Sagen hatten.

Flasche in Form eines Schwertwals: Aus der frühen Nasca-Phase (Bild: MUSEO NACIONAL DE ARQUEOLOGÍA)

Flasche in Form eines Schwertwals: Aus der frühen Nasca-Phase (Bild: MUSEO NACIONAL DE ARQUEOLOGÍA)

Dieser bissige Geselle ist ein Schwertwal aus gebranntem Ton. Er diente als Flasche mit doppeltem Ausguss auf dem Rücken. Vor allem aber zeugt er vom ­fantasievollen Gestaltungswillen ­einer Kultur, die heute weitgehend vergessen ist: Wenn da nicht die riesigen Bodenzeichnungen wären, die sich durch die südperuanische Landschaft ziehen, die Geoglyphen. Die Nasca-­Periode dauerte knapp 1000 Jahre vor und nach Beginn der heutigen Zeitrechnung. 

Ritualort mit 20 Kilometer langen Erdgravuren
Unter dem Titel «Nasca. Peru – Auf Spurensuche in der Wüste» vermittelt das Zürcher Museum Rietberg nun einen Einblick in diese heute schwer verständliche Welt in einer klimatisch extrem trockenen Region. Neben Fotos von den Bodenlinien sind rund 200 Ausgrabungsobjekte zu sehen wie Gefässmalereien, Goldmasken, Musikinstrumente und Textilien. Sie sollen dem Besucher den Alltag in einem ungewöhnlichen Gebiet zwischen den  Anden und dem Pazifik näherbringen, soweit sich dieser heute rekapitulieren lässt. Die indianischen Nasca kannten keine Schrift, sie kamen mit Europäern nicht in Kontakt.

Die zum Teil bis zu 20 Kilometer langen, aber nur wenige Zentimeter tiefen Erdgravuren haben sich dank des Klimas gut gehalten. [...]

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