Ausstellung: Die Zornige

kulturtipp 05/2019 vom

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Das Kunstmuseum Bern widmet Miriam Cahn mit ­«Ich als Mensch» eine umfangreiche Schau. Ein Einblick in ihr radikales und ambivalentes Werk.

Explosives Potenzial: Die Basler Künstlerin Miriam Cahn (Bild: MARKUS TRETTER)

Explosives Potenzial: Die Basler Künstlerin Miriam Cahn (Bild: MARKUS TRETTER)

«Scheissfrage. Kunst ist freiwillig», antwortet Miriam Cahn per Mail auf die höflich gestellte Frage, ob Kunst die Welt verändern kann. Oder war es eine andere Frage, die sie meinte? Die Künstlerin hat ihre Antworten ­eigenwillig durchnum­meriert und als erstes gewarnt, dass sie nicht alle Fragen beantworten würde. Dass diese Frau explosives Potenzial hat, lässt das vom Kunstmuseum Bern parallel zur Ausstellung «Miriam Cahn – Ich als Mensch» herausgegebene Textbuch «Das zornige Schreiben» erahnen. 

Mit der 1949 in Basel geborenen Künstlerin scheint nicht immer gut Kirschen essen zu sein. Nicht nur über Atomkraft, Krieg und Sexismus kann sie sich erzürnen, sondern auch über Kuratoren, Institutionen oder Galeristinnen. Die nun ver­öffent­­lich­ten Briefwechsel, sei es mit Hochschulen oder Kunstkritikern, zeugen von Cahns Radikalität, wenn es um ihre Kunst und ihren Platz in der Welt als Frau geht. Kathleen Bühler, Leiterin der Abteilung Gegenwartskunst am Kunstmuseum Bern, freut sich über die Wiederentdeckung der bald 70-jährigen Künstlerin.  

Gleich mehrere Institutionen widmen Miriam Cahn in diesem Jahr eine umfangreiche Schau: Das Kunstmuseum Bern und das Kunsthaus Bregenz (siehe unten), die Reina Sofia in Madrid, das Haus der Kunst in München und das Museum für Moderne Kunst in Warschau. [...]

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