Ausstellung: Das Auge mit kühner Perspektive

kulturtipp 04/2018 vom | aktualisiert am

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Das Fotomuseum Winterthur und die Fotostiftung erinnern mit einer ­Retrospektive an den Berner Fotografen Balthasar Burkhard. Sein Metier war Kunst.

«Kamel», 1997 (Bild: ESTATE BALTHASAR BURKHARD)

«Kamel», 1997 (Bild: ESTATE BALTHASAR BURKHARD)

Er war ein Chronist der zeit­genössischen Kunst und ein international anerkannter Foto­künst­ler: Der Berner Fotograf Balthasar Burkhard (1944–­2010) wollte mehr, als die Wirklichkeit zu interpretieren. Er inszenierte sie vielmehr raffiniert nach allen Regeln der Kunst – als «künstlerische Selbsterfindung des Fotografen», wie es im Ausstellungstext heisst. Die Schau in Winterthur zeigt über 150 Werke und Werkgruppen dieses unermüdlichen Schaffers. «Er interpretierte den Körper als Skulptur und nutzte die Leinwand, um die Fotografie von ­ihrer Abbildfunktion zu be­freien.» Die Ausstellung ist in den Räumlichkeiten der Fotostiftung und des ­Fotomuseums  in zwei Teile gegliedert.

Einen Wegweiser fand Burkhard im Dokumentarfilmer und Fotografen Kurt Blum, der zahlreiche Künstler porträtierte, von Pablo Picasso über Fernand ­Léger bis Alberto Giacometti.

Von schöpferischer Neugierde getrieben
Blum führte Burkhard früh in die Verbindung von Fotografie und Kunst ein. Der Schüler eröffnete 1965 ein eigenes Fotostudio und arbeitete als Dokumentalist in der Berner Kunst­halle, wo er den legendären Kurator Harald Szeemann kennenlernte, der damals ein richtungsweisender Akteur in der zeit­genössischen Kunst war. Etwas später tat er sich mit dem Künstler Markus Raetz zusammen. 

In den 70er-Jahren arbeitete Balthasar Burkhard in den ­USA und zog dort eine Holly­wood-Karriere als Schauspieler in Erwägung, die jedoch missriet. [...]

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