Andreas Homoki: Kalkuliert mutig und berechenbar gut

kulturtipp 06/2017 vom | aktualisiert am

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Operndirektor Andreas Homoki erfüllt die Vor­gaben des Subventions­gebers: Sein gemässigt modernes ­Theater stösst beim Zürcher Publikum auf breiten Zuspruch.

Zwischen Selbstsicherheit und Krämergeist: Der 57-jährige Intendant Andreas Homoki (Bild: Opernhaus Zürich/Frank Blaser)

Zwischen Selbstsicherheit und Krämergeist: Der 57-jährige Intendant Andreas Homoki (Bild: Opernhaus Zürich/Frank Blaser)

Oper ist nicht für alle da – genauso wenig wie Fussball. Mit dem Schlagwort «Oper für alle», das Intendant Andreas Homoki zu Beginn seiner Zürcher Ära 2012 vom Bellevue bis hinaus nach Spreitenbach posaunte, wollte er dennoch zeigen, dass sein Haus allen offen steht. Alexander Pereira, der Opernaristokrat im Massanzug, hatte von 1991 bis 2012 andere Signale gegeben. Homoki hingegen posiert im Polo-Shirt und zeigte sich beim Eröffnungsfest als volksnaher Grillchef am Wurststand.

Volksfeststimmung auf dem Sechseläutenplatz

Vielleicht hätte es als Zeichen der Abgrenzung sein Polo-Shirt gar nicht gebraucht. So schwer war es nicht, Pereira zu ersetzen. Nach 21 Jahren wollten alle eine Veränderung, abgesehen von den im goldenen Käfig sitzenden Ensemble-Mitgliedern, den bevorzugten Agenturen und topbezahlten Stammkünstlern. Dem Haus ging es nach den Opern- und Börsentriumphen in den 1990er- Jahren mässig: 2010 schrieb Pereira einen Fünf-Millionen-Verlust, die Auslastung war unter 80  Prozent gefallen, so tief wie 1991, als Pereira gestartet war.

Mit Homoki konnte es wieder aufwärtsgehen. Sein Versprechen allerdings, diese saloppe «Oper für alle», erfüllt er ein Mal pro Jahr. [...]

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