Inhalt
- So funktioniert «Play!» Das Kartenspiel «Play!» ist für 10 Instrumentalisten konzipiert. Die 40 Karten werden vom Publikum gemischt und dann an die Musiker verteilt: je eine Rhythmus-, eine Melodie- und eine Texturkarte, die Vorgaben zum gemeinsamen Spiel machen. Einer bekommt die Karte «Dirigent» und leitet das Ensemble. Ein «Solist» hat freie Hand, ein «Shadow» agiert als anarchischer Libero. Zweimal werden die Karten neu verteilt, und ein neuer Dirigent übernimmt. Auf diese Weise lassen sich unterschiedlichste Konzerte kreieren. Um dies hörbar zu machen, werden pro Konzertabend zwei Durchgänge gespielt, also insgesamt sechs Sätze. «Play!»-Erfinder Lucas Niggli (54) ist international gefeierter Schlagzeuger im Grenzbereich von Jazz, Freier Improvisation und Neuer Musik.
Kulturtipp 01/2023
kulturtipp: Seit Jahrzehnten spielen Sie in diversen Bands. Warum benötigen Sie für Ihr neues Projekt «Play!» ein Kartenspiel?
Lucas Niggli: Ich spüre schon lange das Bedürfnis, mit einem grösseren Ensemble komplexe Musik zu spielen und uns dabei eine grösstmögliche Freiheit zu lassen. Musik also mit rhythmischer, klanglicher und formaler Struktur, aber ohne fixe Partitur.
Dafür mit Spielkarten …
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