Ein spannendes Gespräch mit dem Schweizer Schauspieler Stefan Kurt (Seiten 6/7) und ein pfiffiges Porträt der jungen deutsch-­russischen Pianistin Olga Scheps (Seiten 8/9): Die beiden Persönlichkeiten haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Kurt ist einer der besten Schauspieler des Landes, aber in Deutschland bekannter als in der Schweiz. Und Scheps ist eine Musikerin, die es hervorragend versteht, ihre künstlerischen Ambitionen kommerziell zu nutzen. Und just in diesem Bereich zeigen sich Berührungspunkte: Kurt und Scheps sind für die Medien nur über Agenturen zu kontaktieren, welche die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Künstler kontrollieren, als ob sie Hollywood-Stars wären. Das mag ja in unserer schönen neuen Medienwelt verständlich sein. Aber im Fall der Pianistin geht es so weit, dass selbst ihre Aussagen auf Tonband zensuriert werden. Das sind leider keine Einzelfälle, sondern ist zu­sehends verbreitet im Kultur­geschäft – eine PR-Barriere schottet die Künstler ab.