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Vor 35 Jahren wanderte der Berner Autor Paul Nizon nach Paris aus. Dort lebt er bis heute und ist Teil der Intellektuellenszene geworden. Im neuen Film «L’amour dure trois ans» von Frédéric Beigbeder wird Nizon nicht nur erwähnt, sondern tritt auch selbst auf (siehe Seite 12). Was den heute 82-jährigen Autor ursprünglich von Bern nach Paris trieb, beschrieb er in seinem bekannt gewordenen Essay «Diskurs in der Enge» (1970). Es war die «Lebensarmut, die Welt-Ablehnung und gesuchte Isolierung der Schweiz», wie er in einem Fernseh-Interview vor exakt einem Jahr erklärte. Die Flucht aus dem behäbig-bürgerlichen Bern war bereits Thema in «Canto» von 1963. Damals fand der junge Autor die literarische Befreiung in Rom. Das Buch wurde seiner formalen und thematischen Provokationen wegen zum Misserfolg. Heute gilt es als literarisches Schlüsselwerk Nizons.
[Buch]
Paul Nizon
«Canto»
Erstausgabe:
Suhrkamp 1963
Heute erhältlich
bei Bibliothek Suhrkamp.
[/Buch]


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