Inhalt
Die Idee war brillant: Man nehme eine Handvoll halbschlauer Bürogummis, die sich in unsäglichen Situationen verrennen oder sich sonstwie das Leben zur Hölle machen. Statt aber diese Peinlichkeiten in einer Sitcom mit eingespielten Lachern zu verbraten, wurde das Ganze als vermeintliche Dokumentation lanciert. «The Office» von Ricky Gervais und Stephen Merchant ist ein Klassiker, der in viele Länder exportiert wurde (in Deutschland etwa als «Stromberg»).
Nun liefert ausgerechnet die USamerikanische Version, die von 2005 bis 2013 lief, eine Art Fortsetzung – mit weitgehend ausgetauschtem Personal. In der Sky-Show-Serie «The Paper» verkörpert Domhnall Gleeson den neuen Chefredaktor Ned bei einer abgehalfterten Lokalzeitung in Toledo, Ohio. In seiner Belegschaft hat freilich niemand eine Ahnung von Journalismus. Alles wird mit Agenturmeldungen abgefüllt, ungleich profitabler ist das Geschäft mit WC-Papier nebenan.
Aber unter Ned soll das anders werden. Allerdings läuft ihm bald die Zeit davon, als die abgesetzte Chefin Esmeralda (Sabrina Impacciatore) intrigiert und der Rest der Belegschaft auf der Suche nach Geschichten herumeiert, ohne zu merken, dass gegenüber gerade ein Gebäude abbrennt. Wie erstaunlich zeitlos eine Mockumentary doch sein kann.
The Paper
Sky Show

Kommentare zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar hinzuzufügen
Sind Sie bereits Abonnent, dann melden Sie sich bitte an.
Nichtabonnenten können sich kostenlos registrieren.
Besten Dank für Ihre Registration
Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung Ihrer Registration.
Keine Kommentare vorhanden