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Ist die Moschee zum Beten da oder zum Mädchen abschleppen? Bin ich ein schlechter Muslim, wenn ich Sex vor der Ehe habe und Mushrooms ausprobiere? Fragen über Fragen, die sich der junge Ramy aus New Jersey stellt. Der Sohn einer palästinensischen Mutter und eines ägyptischen Vaters fühlt sich nirgends richtig zugehörig, und Eltern wie Kumpels liegen ihm in den Ohren: «Wir müssen eine Frau für dich finden, bevor du deine Haare verlierst.»
Komiker Ramy Youssef (Bild) spielt in der mit einem Golden Globe ausgezeichneten Serie «Ramy» eine fiktive Version von sich selbst und hat an den Drehbüchern mitgewirkt. Er wirft einen kritischen Blick auf die US-Gesellschaft, die Muslimen oft mit Misstrauen begegnet, aber auch in die muslimische Gemeinschaft selbst. Da herrscht zuweilen eine Doppelmoral, die Ramy verwirrt zurücklässt. Umwerfend komische wechseln sich hier mit leisen, nachdenklichen Szenen ab.
So bricht «Ramy» Schwarz-Weiss-Denken auf und lässt auch andere Perspektiven einfliessen. Etwa die von Ramys Mutter, die sich auf den US-Einbürgerungstest vorbereitet, um der Migrationspolitik der Trump-Regierung ein Schnippchen zu schlagen. Alle drei Staffeln sind in der Arte-Mediathek frei verfügbar im englisch-arabischen Original (mit Untertiteln). Babina Cathomen
Ramy
www.arte.tv

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