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Oft durchweht eine leise Melancholie die Sonntage: Das Wochenende geht zu
Ende, bald steht wieder der Alltagstrott an. Die jungen WG-Genossen Charlie (Clara Bretheau), Nelson (Théo Christine) und ihre neue Mitbewohnerin, die Filmstudentin Louise (Liv Henneguier), zelebrieren diese Wehmut in der französischen Coming-of-Age-Serie «Sonntagsnachmittagsblues» auf dem Sofa ihrer Pariser Wohnung. Die Drei schwelgen in alten Filmen, meist bittersüssen Liebestragödien – je trauriger, desto besser.
Die achtteilige Arte-Serie von Isabel Coixet schafft dieses nostalgische Flair mit zarten Chansons und poetischen, weichgezeichneten Bildern, wie man sie aus dem Kultfilm «Die fabelhafte Welt der Amélie» kennt.
Die Themen, welche die Freunde beschäftigen, sind dennoch zeitgemäss: Es geht um Bodyshaming, Selbstfindung und um die Tücken moderner Beziehungen, in denen die Bindungsangst allgegenwärtig ist. Und nicht zuletzt um
die Liebe zum Arthouse-Film – mit dem oscarprämierten Tim Robbins in der Rolle von Louises Mentor.
Über allem steht die Freundschaft, die Charlie, Nelson und Louise auch durch turbulente Zeiten trägt – Humor und Empathie sei Dank. Ein kleines, feines Serienjuwel mit Pariser Flair.
Sonntagnachmittagsblues
www.arte.tv

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