«Nichts hier ist normal», rutscht es dem Sicherheitsbeamten Xavier Collins (Sterling K. Brown) einmal raus. Aber wo sind wir? Die Gegend gleicht einer US-(Vor-)Stadt, das Leben eher einem Ausnahmezustand. Beginnend damit, dass Collins den US-amerikanischen Präsidenten Cal Bradford (James Marsden) ermordet in dessen Schlafzimmer vorfindet. Der Safe ist ausgeräumt, aber es fehlen Hinweise, die Überwachungskameras wurden just zum Tathergang ausgeschaltet, während der einzige Wachmann im Haus ein Nickerchen machte.

«Paradise», entworfen von Dan Fogelman, ist als trick­reiches Labyrinth durch Raum und Zeit angelegt. Eine Figur erscheint dabei rätselhafter als die andere. Warum wird zum Beispiel die superreiche Strippenzieherin Samantha von ­allen nur Sinatra genannt?
Und wie kommt es, dass der beflissene Collins mit der Zeit einen fast unkontrollierbaren Hass auf den Präsidenten entwickelt?

In «Paradise» auf Disney+ scheinen alle mit allen im Unreinen zu sein. Das macht die Serie zum spannungsreichen Thriller, während auf der Tonspur 80er-­Jahre-Covers gesäuselt werden: von Phil Collins «Another Day in Para­dise» über Starships «We Built This City» bis zu Tiffanys «I Think We’re Alone Now». Grenzwertig, aber faszinierend.

Paradise
Disney+