Paul und Chris Weitz waren das kreative Gespann hinter Kinohits wie «About a Boy». Die Nick-Hornby-Verfilmung von 2002 war aber auch die letzte gemeinsame Regiearbeit der beiden US-Amerikaner.

23 Jahre später haben die Brüder Weitz für die neue Science-Fiction-Serie «Murderbot» auf Apple TV+ wieder zusammengespannt. In den zehn Folgen, die auf einer Buchserie von Martha Wells basieren, geht es um einen Sicherheits-­Cyborg, dem es mittels Hack in sein eigenes System gelungen ist, den freien Willen zu erlangen. Nur: Was soll er jetzt damit anfangen? Falls ihn jemand erwischt, wären seine Tage ­gezählt.

So fristet der sich selbst Murder­bot nennende Roboter seine Tage, indem er ­einem Wissenschaftsteam auf einem fremden Planeten beisteht. Heimlich beschimpft er dessen Mitglieder, während er futuristische Soap-­Operas schaut. Da kann er sich am besten entspannen.

Die etwas sperrig begin­nende Serie bezieht ihren Reiz daraus, dass der Roboter um einiges menschlicher wirkt als seine humane Umgebung. Nicht zuletzt deshalb, weil ­alles aus seiner Sicht erzählt wird und er stets sein Gesicht wahren muss (wenn mit menschlichem Antlitz: Alexander Skarsgard). Da haben die Gebrüder Weitz ihren schrägen Humor ganz schön auf die Spitze getrieben.

Murderbot
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