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Tokio in den 1970ern: Takiko beruft ihre drei Schwestern für ein Notfalltreffen ein. Sie hat ein Geheimnis ihres Vaters entdeckt: Der 70-Jährige hat eine Affäre mit einer jüngeren Frau und vermutlich auch einen unehelichen Sohn.
Was tun? Die vier Schwestern schwanken zwischen Belustigung und Schock. Sollen sie der Mutter von der Affäre erzählen, den Papa konfrontieren, oder alles unter den Tisch kehren?
Mit der neuen siebenteiligen Netflixserie «Asura» leuchtet der preisgekrönte japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda («Shoplifters») einmal mehr mit Empathie und feinem Humor in familiäre Verhältnisse. Er zeigt die verbindenden Familienrituale genauso wie die aufbrechenden Konflikte.
Mit den 1970ern geht er zurück in eine Zeit, als auch in Japan traditionelle Familienbilder und Geschlechterrollen allmählich hinterfragt wurden. Die Schwestern stehen dabei an unterschiedlichen Punkten: Über die rigide Sexualmoral von Takiko macht sich die jüngste Sakiko (Suzu Hirose, Bild) lustig, schlägt sich aber selbst in einer toxischen Beziehung mit ihrem Boxerfreund rum.
Hausfrau Makiko wiederum hat ihren Mann in Verdacht, ebenfalls fremdzugehen. Und die älteste, Tsunako, ist Witwe und hadert mit ihrer eigenen Affäre.
«Asura» lässt sich viel Zeit für die Figurenentwicklung und hebt sich durch seine unaufgeregte, langsame Erzählweise von anderen Netflixproduktionen ab, die sich von Cliffhanger zu Cliffhanger hangeln.
Asura
Netflix

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