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22.07.2025
«Guten Morgen, Miss», sagt der Portier, «darf ich Ihnen ein Taxi rufen?» Ihre schnippische Antwort: «Ich habe Beine.» Wenig später steht Cheyenne Toussaint (Lou de Laâge) im Ballettsaal vor der New Yorker Skyline, während alle anderen Tänzerinnen und Tänzer ehrfürchtig zurückweichen.
Diese Primaballerina und Klimaaktivistin ist in der Amazon-Prime-Video-Serie «Étoile» Teil einer temporären Personalrochade zwischen zwei Ballettkompanien aus Paris und New York. Eine transatlantische Marketingmassnahme quasi, ausgeheckt von der Pariser Direktorin Geneviève Lavigne (Charlotte Gainsbourg) und finanziert vom herrlich luschen Ölbaron Crispin Shamblee (Simon Callow). Wie könnte da der New Yorker Ballettdirektor Luke Kirby (Jack McMillan) Nein sagen?
«Étoile» ist das jüngste Werk von Amy Sherman-Palladino und Daniel Palladino, die dem Publikum schon so schräghumorige Highlights wie «Gilmore Girls» oder «The Marvelous Mrs. Maisel» bescherten. Nun, in der Welt des Balletts lassen sie ihrem Flair für supernarzisstische Charaktere freien Lauf. Die Serie ist Sarkasmus pur. Aber nicht nur: Eigentlicher Star ist die Tochter einer New Yorker Putzfrau, die nachts in «geliehenen» Schuhen Schritte aus tagsüber heimlich gefilmten Ballettproben übt.
Étoile
Amazon Prime Video

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