Inhalt
Man nehme zwei Studenten und impfe ihnen eine bescheuerte Idee ein. Im Fall von «American Animals» bemerken Spencer und Warren, dass in ihrer Universitätsbibliothek ungeahnte Bücherschätze lagern, die nur von einer älteren Dame «bewacht» werden. Schnell fassen die beiden einen Plan: Sie wollen die Wälzer stehlen – raus aus dem Alltag, rein in den Reichtum! Zwei weitere Kollegen sind bald an Bord, ein Hehler wird angeblich gefunden, aber dann läuft schief, was nur schieflaufen kann.
«American Animals» (2018) ist insofern ein spezieller Film über einen Raubüberfall, als er nicht nur eine verbürgte Geschichte erzählt, sondern auch die echten Räuber vor die Kamera holt. Regisseur Bart Layton, dessen jüngster Film «Crime 101» gerade in den Kinos läuft, wagt sich an einen Genremix, der nah am Absurden gebaut ist und seine Helden immer wieder zu filmischen Referenzen wie etwa Quentin Tarantinos «Reservoir Dogs» verleitet.
So bekommt man nicht nur einen Eindruck davon, was es heisst, ein unbedeutendes Leben zu fristen, sondern auch davon, welchen Mumm es braucht, um das Gegenteil anzustreben. Auch wenn das wiederum heisst, gewisse Dinge noch jahrelang zu bereuen.
American Animals
Apple TV, Sky Store, Blue TV

Kommentare zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar hinzuzufügen
Sind Sie bereits Abonnent, dann melden Sie sich bitte an.
Nichtabonnenten können sich kostenlos registrieren.
Besten Dank für Ihre Registration
Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung Ihrer Registration.
Keine Kommentare vorhanden