Sie war als Teenager schon Fluchtfahrerin, angelernt von ihrem Vater (Steve Zahn). 14 Jahre später ist Edie (Samara Weaving) auf dem Weg in ein geregeltes Leben. Doch als sie erfährt, dass sie schwanger ist, entscheidet sich Edie nach siebeneinhalb Monaten Trennung, ihren kriminellen Freund John (Karl Glusman) wieder aufzusuchen. Eine fatale Entscheidung, denn John steckt wie immer in grössten Schwierigkeiten, welche darin gipfeln, dass Edie ihrem Ex-Boss Nico (Andy García) für einen Millionenraub im Casino als Fahrerin zur Verfügung stehen muss.

«Eenie Meanie», das Filmdebüt von Shawn Simmons auf Disney+, ist gespickt mit Action und jeder Menge Rocksongs, fast so, als ob man in die 80er zurückkatapultiert würde. Auch die Gegend um Cleveland im US-amerikanischen Rust Belt sieht ausgesprochen desolat aus. Ein Retrothriller also? Nicht ganz, denn Autor und Regisseur Simmons drosselt im zweiten Teil die Action, um auf die konfliktreiche Beziehung zwischen Edie (von Gangsterboss Nico liebevoll Eenie Meanie genannt) und John zu fokussieren.

Und das auf so ergreifende Art, dass man fast schon ein Happy End am Horizont aufflackern sieht. Aber dann sind es doch nur Samara Weavings blaue Augen, die leuchten.

Eenie Meanie
Disney+