«System Warning»: Diese Anzeige blinkt in der Druckerei von «Medias Grischunas» ununterbrochen – bis die Druckmaschinen stillstehen, weil der CEO einer Wartung aus Kostengründen nicht zugestimmt hat. Der CEO Gion (Marco Luca ­Castelli) steht selbst kurz vor dem Kollaps, wie die in Flashbacks ­gefilmten Szenen in der RTS-­Serie «L’ultim Rumantsch» zeigen.

Die zweite Staffel rund um ein Bündner Medienunternehmen zieht direkt rein ins Geschehen. Die Verlegerfamilie Durisch hat mit Spardruck, der drohenden Übernahme durch ein Zürcher Unternehmen und familieninternen Machtspielen zu kämpfen. Allen voran ­Andrietta (Marietta Jemmi) und ihre Tochter Ladina (Annina Hunziker, Bild), die sich für den Fortbestand ihrer rätoromanischen Zeitung «L’ultim Rumantsch» einsetzt und einem Skandal rund um eine einheimische Zuckerbäckerfamilie auf der Spur ist. Mit ihren ­hohen Erwartungen schont sie auch ihre Mitarbeiter nicht.

So beschwert sich schon mal ­einer der älteren Redaktoren über diesen «Plunder da Start-Öp». Die fünfteilige Serie fängt die journalistische Arbeit und den Zustand des am Limit stehenden Verlags realitätsnah ein. Nah dran ist die rasant ge­filmte, zweisprachige Serie (Rätoromanisch/­Deutsch, mit Untertiteln) auch an der Umgangssprache der jungen Generation in der Rumantschia. Kurzweilige Unterhaltung mit Biss!

L’ultim Rumantsch
Mi, 12.11., 20.10 SRF 2
www.playsuisse.ch