Wann war Owen Wilson eigentlich zuletzt in einer guten Rolle zu sehen? Egal. Mit «Stick» landet der texanische Schauspieler jetzt einen Traumpart – oder ein Hole-in-one, wie man im Golf­sport sagt. Die zehntei­lige Serie von Apple TV+ etabliert den 56-Jährigen als Ex-Topgolfer Pryce «Stick» Cahill, der seine Karriere einst buchstäblich ins Wasser schmiss. Jahre später hält er sich mit Kleinbetrügereien am Leben und haust mit seiner Ex-Frau Amber-Linn (Judy Greer) in einem gottlos zugemüllten Haus.

Doch dann entdeckt Stick das Golftalent Santi (Peter Dager) und ist wie vom Donner gerührt. Endlich hat er wieder ein Lebensziel, und er setzt alles daran, Santis Geschicke zu steuern. Allerdings gibt es ein paar Pro­bleme: Stick muss zuerst seinen Hausanteil verkaufen, um Geld für Santis Mutter (Mariana ­Treviño) aufzutreiben. Und dann gilt es, Turnierreisen quer durch die USA im Camper seines störrischen Freundes Mitts (Marc Maron) zu organisieren.

An Konfliktpotenzial mangelt es der Serie «Stick» folglich nicht. Umso verblüffender, wie Showrunner Jason Keller das alles in ­komö­diantisches Gold verwandelt – inklusive berührender menschlicher Zwischentöne, eines raffiniert eingesetzten «Simon & Gar­funkel»-­Songs und Owen Wilson in Höchstform.

Stick
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