Inhalt
«Skins», «Adolescence», «This Is England»: Die Serien, die Jack Thorne schreibt, stechen mit harten Themen immer direkt ins Herz. Sein Markenzeichen sind nachvollziehbare Underdog-Figuren mit schroff-ehrlicher Sprache.
Nun hat sich der Drehbuchautor mit «Toxic Town» auf Netflix einer wahren Begebenheit angenommen. Im englischen Corby wurden in den 1980ern giftige Abfälle unsachgemäss entsorgt, was zu einem Anstieg an Geburtsfehlern führte, etwa fehlende Finger oder Zehen.
Zwei betroffene Mütter verklagen die Stadt: die mit dem Kind alleingelassene Susan und die schüchterne Tracey, gespielt von Jodie Whittaker («Doktor Who», Bild, links) und Aimee Lou Wood («The White Lotus»).
Doch der Rechtsstreit ist kein Spaziergang: Die Angst, in der Schwangerschaft etwas falsch gemacht zu haben, die Anfeindungen, die gerichtlichen Rückschläge und Jahre des Bangens, während die Kinder Teenager werden und einfach nur normal sein wollen.
Jodie Whittaker verwandelt sich eindrücklich von einem frechen Partygirl zu einer Mutter, die nicht nur die Hemmungen gegenüber ihrem beeinträchtigten Sohn, sondern auch die Anziehung zu ihrem egoistischen Ex-Mann überwinden muss. Grosses Schauspiel und glaubwürdige Dialoge machen «Toxic Town» zu einer packenden und rührenden vierteiligen Miniserie.
Toxic Town
Netflix

Kommentare zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar hinzuzufügen
Sind Sie bereits Abonnent, dann melden Sie sich bitte an.
Nichtabonnenten können sich kostenlos registrieren.
Besten Dank für Ihre Registration
Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung Ihrer Registration.
Keine Kommentare vorhanden