Survival, das heisst Überleben in der freien Natur. Aber was, wenn dabei Menschen mehr Schaden anrichten, als einem lieb ist? So ist das in «Apex» von Baltasar Kormákur, wo das Publikum gleich zu ­Beginn in schwindelerregender Höhe einsteigt, um mitzuverfolgen, wie das Abenteuerpaar
Sasha (Charlize Theron) und Tommy (Eric Bana) die Trollwand in Norwegen zu ­erklimmen versucht. Es geht schief, Tommy stirbt.

Fünf Monate später bricht Sasha in Australien zu einer ­Kajaktour auf und wird dabei von Jägern belästigt. Entsprechend verlässt sie sich lieber auf Tipps des unscheinbaren Ben (Taron Egerton) – und sieht sich bald mit ungeahnten Herausforderungen in der Wildnis konfrontiert.

Typisch Kormákur? Ja, der isländische Regisseur ist ­immer dann am besten, wenn er seine Outdoordramen ins Extreme treiben kann. Zum ­Beispiel in «Everest» (2015), wo eine Bergbesteigung in ­Nepal im Desaster endet.

Auch für den Netflix-Film «Apex» benötigt man als ­Zuschauer Schwindelfreiheit, mag der Bildschirm noch so klein sein. Die Kletteraufnahmen sind beängstigend realistisch umgesetzt, die Actionszenen in reissenden Gewässern ebenso. Einzig bei der Figurenzeichnung (Drehbuch: Jeremy Robbins) hätte man sich etwas mehr Fleisch am Knochen gewünscht. Hans Jürg Zinsli

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