Die britische Netflix-Serie «Black Mirror» ist bekannt dafür, der Gesellschaft in schlauer Manier den Spiegel vorzuhalten, technologische Entwicklungen vorwegzunehmen und ihren Missbrauch zu Ende zu denken. Nun ist die langerwartete siebte Staffel erschienen. Wie immer sind die einzelnen Folgen eigenständige Geschich­ten. Nur «USS Callister – Willkommen bei Infinity» schliesst direkt an die gleichnamige Episode aus Staffel 4 an.

In der Folge «Spielzeug» greift die ­Polizei einen verwitterten Mann (Peter Capaldi) beim Ladendiebstahl auf. Der Mann erzählt seine Geschichte: Als junger Game-­Journalist (Lewis Gribben) soll er das  Spiel «Thronglets» tes­ten. Dabei handelt es sich um kleine Wesen mit künstlichem Be­wusst­sein, die sich unter guter Fürsorge weiterentwickeln. Der Journalist kümmert sich rührend um die Geschöpfe – bis er seine Wohnung verlassen muss und die digitalen Wesen seinem sadistischen Mitbe­wohner ausgeliefert sind.

Die siebte Staffel «Black Mirror» ist solide gemachte Science-Fiction mit Anspruch, Überraschung und weniger ­klarer Moral als in den letzten Staffeln. Wie vom Produ­zenten Charlie Brooker angekündigt, kehrt die Serie wieder mehr zu ihren Science-­Fiction-­Wurzeln zurück, was im Zeitalter von international laufenden KI-­Wettstreiten wunderbar verfängt.

Black Mirror
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