Seit sechs Monaten ist sie weg. Aber dann findet Simon Greene (James Nesbitt) seine mit Drogen vollgepumpte Tochter Paige (Ellie de Lange, Bild) in einem ­öffentlichen Park. Wird doch noch alles gut?

Wenn US-Krimiautor Harlan Coben für die Vorlage verantwortlich zeichnet, ist das fraglich, denn dessen Protagonisten werden in unzähligen Netflix- und Amazon-Produk­tionen mit unerwarteten Wendungen kon­frontiert. Das ist ­in diesem in England spielenden Fall nicht anders.

Die achtteilige Netflix-­Miniserie «Suche mich nicht» ­erzählt nicht nur von ­einer Vater-­Tochter-Entfrem­dung, sondern legt eine Fülle weiterer Fährten aus. Es geht um Sekten, Adoptionen, Nachfolgeregelungen und Auftragsmorde. Einmal wird sogar ­Simons Frau Ingrid (Minnie Driver) angeschossen, nachdem der Ex-Freund von Paige niedergemetzelt wurde.

Eine komplett übertriebene Geschichte? Mag sein. Zudem wird gegen Ende zu viel erklärt. Der Spannung tut das ­indes keinen Abbruch, und die Dialoge sind mitunter so launig, dass man sich fast in einer Komödie wähnt. Schlicht herausragend sind Maeve Courtier-Lilley als dauergrinsende Auftragskillerin und James Nesbitt als ergreifend verzweifelter Familienvater.

Suche mich nicht

Netflix