Es ist kein Wunder, dass sich Karolina Keller (Maja Pankiewicz) stets taff gibt. Als eine von wenigen Frauen bei der Polizei hat es die aufstrebende Beamtin und ehemalige Spitzenschwimmerin mit dem Machogehabe ihrer Kollegen zu tun. Auf Streife wiederum trifft sie täglich auf prügelnde Väter und saufende Ehemänner.

In der polnischen Krimiserie «Mörderinnen» ermittelt die Polizistin nicht nur im Fall ­eines ermordeten Alkoholschmugglers, sondern auch in der eigenen Familiengeschichte: Ihr Vater, eine Kripo-­Legende, ist seit einem Jahr verschwunden. Die Spurensuche zwingt Karolina, ihre Er­innerungen an Kindheit und Jugend zu hinterfragen.    

«Mörderinnen» basiert auf einem True-Crime-Buch der ­erfolgreichen polnischen Krimiautorin Katarzyna Bonda.
Der Sechsteiler, der in der ­Arte-Mediathek zu sehen ist, mischt eine Spur Familiendrama ins Krimigenre und blickt dabei in die Abgründe einer patriarchalen Gesellschaft.

Die Serie glänzt vor allem mit einem durchs Band charisma­tischen Ensemble, mit geschickt platzierten Rückblenden und einem gelungenen Erzähl­tempo. So wie Protagonistin Karolina im Hallenbad jeweils ihre Bahnen schwimmt, ziehen auch die Folgen voran: ruhig, aber mit kraftvoller Be­stän­digkeit. Wie eben ein Krimi ­erzählt sein muss.

Mörderinnen

www.arte.tv

Ab Fr, 26.12.