Zwei CIA-Agenten, die offiziell bei der US-Botschaft in Moskau arbeiten, kommen bei ­einem angeblichen Flugzeugabsturz ums Leben. Ihre Witwen Bea Grant (Emilia Clarke) und Twila Hasbeck (Haley Lu Richardson), welche die Schocknachricht auf einem ­Firmen-WC erfahren, werden daraufhin in die USA ausgewiesen. Um zu ergründen, was mit ihren Männern wirklich geschah, schmieden die Frauen einen Plan.

Sie ­machen der CIA schmackhaft, dass in der russischen Machogesellschaft der 1970er-Jahre Frauen als «Persons of no ­interest» gelten, kurz: «Ponies». Kraft dieser «Unsichtbarkeit» wollen sie als Neu-Agentinnen den omnipräsenten KGB über den Tisch ziehen.

«Ponies», die achtteilige Sky-Show-Serie von Susanna Fogel und David Iserson, ­präsentiert den Kalten Krieg
als augenzwinkernde Geschichts­optimierung. Die ­unterschiedlich temperament­vollen ­Heldinnen ergänzen
sich bestens, die Ausstattung ist famos, der 70er-Soundtrack mitreissend. Kommt hinzu: Im Vergleich zu teils schwach gezeichneten Kinoheldinnen der Gegenwart («The Housemaid», «Send Help») setzt ­ diese Serie auf verschmitzten Pseudorealismus. Und sie lässt mit Bea und Twila zwei im besten Sinne eigensinnige Spürnasen brillieren.

Ponies
Sky Show