Mit «Friedefeld» hat ARD Mut bewiesen – und das hat sich gelohnt. Im Mittelpunkt der ersten deutschen animierten Sitcom stehen drei «halbe ­Drillinge» (der Vater hat am selben Tag drei Frauen geschwängert). Da sind Barbie,
die ruchlose CEO eines Konzerns, Ludwig, ein Lebenskünstler mit Hang zur Verschwörungstheorie, und Paul, ein Prokrastinierer, der sich am liebsten in ein digitales ­Paralleluniversum flüchtet.

In der titelgebenden fiktiven deutschen Kleinstadt Friedefeld suchen sie auf realitätsnahe, aber überspitzte Weise nach ihrem Glück und stehen sich oft gegenseitig im Weg. Das Autorenduo Alfonso Maestro und Tillmann Orion Brehmer punktet mit Tempo, scharfem Humor und zeitgeistigen Themen. «Friedefeld» erinnert an die US-Giganten «The Simpsons» und «Family Guy», ist aber poli­tischer. 

Friedefeld
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