2014 erscheint in der «New York Times» ein Artikel über den Verkauf des Gemäldes «Salvator Mundi» von Leonardo da Vinci. Demnach soll der russische Oligarch und Privatsammler Dmitri Rybolowlew  das Bild für 75 Millionen US-Dollar ersteigert haben. ­Rybolowlew selbst lässt der Artikel auf­horchen. Hat er seinem Kunsthändler Yves Bouvier nicht 127 Millionen US-Dollar für «Salvator Mundi» gezahlt?

Zwei Jahre später steht der Schweizer Bouvier tatsächlich vor Gericht: Ihm wird vorgeworfen, als Kunsthändler überhöhte Preise verlangt und Rybolowlew so um eine Milliarde US-Dollar betrogen zu haben.

Der dreiteilige SRF-Dokfilm «Der Oligarch und der Kunsthändler» erzählt, wie Yves Bouvier zum Kaiser der Zoll­freilager und des Kunsthandels aufstieg, wie der Arzt Dmitri Rybolowlew nach dem Zerfall der Sowjetunion zum Dünger-­König wurde und wie die Geschäftsbeziehung der beiden in einer Schlammschlacht endete.

­Interviews mit Yves Bouvier, mit Rybolowlews Anwälten, mit Investigativjournalisten, Kunstmarktkennern und unzähligen weiteren Experten lassen diesen Dok verwinkelt erscheinen wie eines von ­Bouviers Zoll­freilagern. Wer dennoch mit Ausdauer weiterschaut, lernt einiges über Kunsthandel, Auktionshäuser und Steueroasen, über die Macht des Geldes und darüber, wie gefährlich ein gekränktes Milliardärs-Ego sein kann.

Der Oligarch und der Kunsthändler
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