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Mit 15 landet er in Thun auf der Strasse, muss auf der Hochsprungmatte übernachten, schuftet als Eisenleger oder Lagerist. Und für alle ist klar: Der kleine Bärfuss landet wie sein Vater in der «Kiste».
Doch es kommt anders. Lukas Bärfuss macht sich als kritischer Schriftsteller international einen Namen. «Ich habe immer gelesen und geschrieben ‹wie de Tüüfel›. Das hat mir Stabilität gegeben», sagt er im Dokfilm von Laurin Merz. Dieser hat Bärfuss fünf Jahre begleitet und kommt seiner Denkweise in langen Gesprächen näher.
Der Film hat zwar Längen – etwa wenn er detailliert die Probendebatten an den Nibelungen-Festspielen in Worms zeigt. Bei den Proben für das Welttheater Einsiedeln wird aber deutlich, wie Bärfuss auf die Menschen eingehen kann.
Seiner Herkunft habe er nie ganz entkommen können, sagt er. So bleibe eine gewisse Ungelenkigkeit in der Welt – aber auch das Bewusstsein für Menschen am Rande.
Lukas Bärfuss – Schriftsteller
Play Suisse

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