Moritz Bleibtreu legt die Stirn in Sorgenfalten. Soll er sich ­einer Botox-Verjüngungskur unterziehen, damit er in Christopher Nolans Film eine Rolle bekommt? Mit solchen Problemen beschäftigen sich die Schauspielstars und ihre Agenten in der ersten Staffel von «Call My Agent: Berlin», ­einem Ableger der französischen ­Erfolgsserie «Call My Agent!» («Dix pour cent»).

Lustvoll spielt der Zehnteiler auf Disney+ mit Klischees der Branche, befeuert den Zirkus der Eitelkeiten und Neurosen und lässt Stars wie Katja Riemann oder Heiner Lauterbach in Gastrollen Platz für Selbst­ironie.

Im Zen­trum steht die Agentur «Stern», wo die Mit­arbeiter (Karin Hanczewski u. a.) mit Tricks und Manipu­lation ­ihren Schäfchen aus der ­Patsche helfen.

Die Serie hält sich eng an die französische Vorlage. Mehr ­Eigenständigkeit und Zuspitzung auf die deutsche Branche hätten sich aber gelohnt. So hat das Original (auf Disney+ oder Netflix) mehr Drive und komödiantische Kraft. 

Call My Agent: Berlin
Disney+