«Bullshit!» Die Gelegenheits­arbeiterin Charlie (Natasha Lyonne, Bild) erkennt Lügen des ­Gegenübers immer. Diese Gabe bereitet ihr aber Pro­bleme, weil seit Beginn der Sky-Show-Serie «Poker Face» ­immer neue Bösewichte ihre Wege kreuzen, die selten Freunde der Wahrheit sind.

In Staffel 2 der von Rian Johnson («Knives Out») entwickelten Serie trifft Charlie etwa auf «Wicked»-Star Cynthia ­Erivo, die gleich fünf Schwestern verkörpert, die in tödliche Erbstreitigkeiten verwickelt sind. Oder sie begegnet einem Bestatter (Giancarlo Esposito), der die eigenen Familienmitglieder inklusive Gattin (Katie Holmes) zu Mobiliar verarbeiten will, während ein Filmteam in seinem pompösen Anwesen ­einen Mord dreht.

Keine Angst: «Poker Face» ist beste Unterhaltung, die doppelte Erzählstruktur inno­vativ. In jeder Folge treten neue Darsteller und Gaststars wie ­Adrien Brody oder Chloë Sevigny auf. Gleich bleibt Hauptfigur Charlie, die spät ins Geschehen eingreift und für ­alternative Perspektiven sorgt.

Darstellerin Natasha Lyonne bringt das ohne Bullshit auf den Punkt. Mehr noch: Sie hat sich seit ihren Anfängen in der Pennälerkomödie «American Pie» (1999) zum echten Multitalent gemausert. Für «Poker Face» hat sie erneut einige Folgen mitgeschrieben und ­inszeniert. 

Poker Face
Sky Show