Mit Kultfilmen ist es so eine Sache. Nur weil sie gefeiert werden, altern sie nicht automatisch auch gut. «Werner – Beinhart!» von 1990, da sind sich die beiden Gastgeber des Podcasts «Auftrag Kartoffelfilm» einig, ist so ein Beispiel. Die Comicadaption mag zu den erfolgreichsten deutschen Filmen gehören, sorgt aber beim Wiedersehen für Kopfschütteln: überdrehter Fäkalhumor, eine abstruse Rahmenhandlung.

«Auftrag Kartoffelfilm» – das sind die beiden deutschen ­Cartoonisten Andre Lux, bekannt für seine satirischen Kritzel­comics «Egon Forever!», und Tobias Vogel, der unter dem Künstlernamen «Krieg und Freitag» für seine poetischen Strichmännchen gefeiert wird. In unregelmässigen Abständen besprechen Lux und Vogel deutschsprachige Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Da geht es etwa um die hanebüchene Handlung von «Achtung, fertig, Charlie!», um das verpatzte Ende von ­«Es geschah am hellichten Tag» oder um Fritz Langs ­intelligente Erzählstruktur in «M – Eine Stadt sucht einen Mörder».

Dabei verzetteln sich die zwei in ihrem Plauderpodcast mit dem etwas kryptischen ­Titel schon mal. Meist aber hört man sich ihre Frotze­leien, präzisen Analysen und zeitgeschichtlichen Einordnungen gerne an. Wenn jemand etwas von Dramaturgie und Pointen versteht, dann wohl zwei Cartoonisten! 

Auftrag Kartoffelfilm
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