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22.05.2025
«Eine schreibende Frau braucht Geld und ein Zimmer für sich allein.» Dieses Zitat der Schriftstellerin Virginia Woolf nimmt sich Journalistin Paula Lochte in ihrem neuen Podcast zu Herzen. In «Ein Zimmer für uns allein» des Bayerischen Rundfunks sprechen jeweils zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen mit der Gastgeberin über Themen wie finanzielle Unabhängigkeit, Care-Arbeit, Sexualmoral oder Schönheitsideale.
Zum Auftakt der achtteiligen ersten Staffel erzählt etwa Alrun Stemmrich (72) von der sexuellen Aufklärung in den 60er-Jahren, die sie mit 16 im Religionsunterricht erhielt: «Wenn ich an die katholische Sexualmoral denke, wie sie mir vermittelt worden ist, packt mich die Wut. Es war keine Aufklärung, es war eine Indoktrination auf eine bestimmte Rolle der Frau.» Die 40 Jahre jüngere Chiara Henkens erinnert sich im Gespräch noch an einen Holzpenis als Anschauungsmaterial, überforderte Lehrer – und die Zeitschrift «Bravo» als Erleuchtung.
Die offenherzigen Gespräche im Podcast zeigen, dass das Private oft auch politisch ist und wie sich Frauenbilder im Lauf der Zeit verändert haben. Paula Lochte lässt auch die Kommentare der Instagram-Community einfliessen und gibt so einen vielschichtigen Blick auf feministische Themen, die nicht nur Frauen angehen.
Ein Zimmer für uns allein
www.br.de/mediathek/
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