Actionfiguren gibt es nor­ma­ler­weise von Superhelden. Dass man in den USA eine Spielfigur von Werner Herzog kaufen kann, sagt einiges über den Status des deutschen Regis­seurs aus. Dokfilme wie «Grizzly Man» haben den heute 83-Jährigen im angelsäch­sischen Raum zur Kultfigur ­gemacht: Comedians parodieren gerne Herzogs bedeutungsschwangere Art zu sprechen.

Der Journalist und Podcaster Max Osenstätter ­versucht derweil herauszufinden, weshalb Herzog in seiner deutschen ­Heimat weniger bekannt ist. Er und sein Team ergründen das Phänomen Herzog im SWR-Format «Werner Herzog – Zu gross für Deutschland».

Der Podcast taucht in Herzogs Kindheit und seine An­fänge als Filmemacher, in die Dreharbeiten zu «Fitzcarraldo» und seine zweite Karriere in den USA ein. Zu Wort kommen immer wieder seine Ex-Frau Martje Herzog, sein langjäh­riger Produzent Walter Saxer oder die Kameramänner Thomas Mauch und Peter Zeitlinger. Und Werner Herzog selbst, wird er sich zu einem Interview überreden lassen?

Der Sechsteiler verliert ­etwas an Dynamik, wenn er lange bei «Fitzcarraldo» und Herzogs Verhältnis zu Klaus Kinski hängenbleibt. Spannend sind dagegen Themen wie Herzogs Einstellung zur Wahrheit und sein Hang zur Selbstdarstellung, die sich als roter Faden durch den Podcast ziehen.

Werner Herzog – Zu gross für Deutschland
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