Anna und Jill sind Mitarbeiterinnen der Suchthilfe Region Basel und haben mit ihrem ­Podcast «Broad Cats» einen ­offenen Gesprächsraum für Drogenthemen ­geschaffen. Zu Wort kommen Expertinnen, ­Angehörige und Betroffene. Mit Kurt etwa sprechen sie über seine Zeit auf dem Zürcher Platzspitz und über ­seine ­Heroinsucht. Der Basler erzählt von einer «No Future»-­Zeit, seinen Weg in die Drogen und wieder hinaus. Er sagt, die Einführung der Spritzenabgabe habe ihn vor HIV bewahrt.

Über die Hilfsangebote spricht auch Marc Vogel, Chef­arzt des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der ­Basler Uniklinik. Er beschreibt, wie das Schweizer System sich von dem der USA unterscheidet und wie man sich hier auf neuere Drogen wie Fentanyl vorbereitet. In ­einer anderen Folge liest Autorin Jessica Jurassica aus ihrem Roman «Das Ideal des Kaputten» und erzählt, wie es ihr unter Einfluss von starken Drogen erging.
Ein Job hinter dem Tresen habe ihr geholfen, klarer zu sehen.

In die Mitte ihres Podcasts stellen Jill und Anna mal einen Faktenblock, mal die Hörerschaft, sich selbst oder Süch­tige. Diese Einsprengsel sind zu wenig moderiert, sie reissen einen aus der Geschichte raus. Für einen institutionellen Podcast ist «Broad Cats» aber spannend gemacht und ermöglicht Gespräche über ein Thema, das selten offen diskutiert wird. 

Broad Cats
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