2019 steht in Berlin eine Autoschieberbande vor Gericht. Unter den Angeklagten: der damals 47-jährige Polizist Rolf L., genannt Lubi (Bild). Doch wie gerät ein Polizist auf die schiefe Bahn? Dieser Frage geht der neue SWR-Podcast «Lubi» nach. Während des Prozesses konnte der Journalist Nino Seidel mit Rolf L. sprechen. Aus diesen Gesprächen und eigenen Recherchen hat Seidel eine sechsteilige Reihe zwischen Interview- und Dokumentar-Podcast produziert. Im Zentrum jeder Folge steht Lubis eigene Erzählung.

Der zivile Drogenfahnder liebt seinen Job – die Verkleidungen, die spektakulären Festnahmen, das Abenteuer. Doch Lubi führt ein Doppelleben: Der Polizist ist kokainsüchtig. Nach einem Dienstunfall beginnt er schliesslich, gestohlene Autos durch Europa zu fahren. Mehr noch als diese unglaubliche Geschichte sind es die Ungereimtheiten in Lubis Bericht, die den Podcast zur packenden Unterhaltung machen.

Immer wieder verweist Nino Seidel aus dem Off auf offene Fragen: Was motivierte Lubi zur kriminellen Karriere? Und wie tickt dieser Mann eigentlich, der sich noch immer mit sehr viel Stolz als guter Polizist darstellt? So stösst «Lubi» zuletzt auch die Hörerinnen und Hörer an, sich Gedanken zum eigenen Selbstbild und falschen Entscheidungen zu machen.

Lubi – Ein Polizist stürzt ab
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