Keine Kriege mehr, Ferien auf dem Mond und Komplettüberwachung. Im ScienceFiction-Genre werden gern Hoffnungen und Ängste der Gegenwart verhandelt. Aiki Mira schreibt selbst ScienceFiction, und Isabella Hermann forscht als Politikwissenschafterin dazu. Im SWR-Podcast «Das war morgen» sammeln die beiden alte Science-FictionHörspiele. Ein reizvolles Konzept, bei dem man die Vision von damals mit der heutigen Realität abgleichen kann.

Da ist etwa Andreas WeberSchäfers «Zreitseln – Tolomoquinkolom» von 1990: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind Zeitreisen eine beliebte Freizeitbeschäftigung – allerdings geht das nur in die Vergangenheit. Bis an einer Party ein Mann namens Tolomoquinkolom auftaucht, der aus der Zukunft kommt. Das Hörspiel zeigt die Verständnislosigkeit zwischen den Zeitaltern schön auf, ist aber in seinen Handlungssträngen etwas wirr. Interessant ist auch «Der Gouverneur ist zu perfekt» aus dem Jahr 1969 von Isaac Asimov.

Darin geht es um eine 75-jährige Roboterpsychologin (kurz vor der Pension!), die überprüfen soll, ob ein Gouverneur ein Roboter ist, weil er zu perfekt ist. Wie eine Zeitreise wirken auch die Selbstverständlichkeit von Zigaretten in der Geschichte und die Stimmen der Sprecher. Der Podcast neigt sich bereits seinem Ende zu. Die Folgen bleiben aber in der SWR-Mediathek abrufbar.

Das war morgen
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