Sieben Schweizer Literatur­preise, einen Grand Prix und einen Preis für Literaturvermittlung vergibt das Bundesamt für Kultur in diesem Jahr. Im dazugehörigen Podcast ­kann man nun in die Werke der Preisträgerinnen und -träger eintauchen. Die Journalistinnen Christina Caprez und Valentina Grignoli führen die Interviews in der jeweiligen Landessprache. 

So trifft Caprez etwa Laura Leupi auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld, um über das autofiktionale Buch «Das Alpha­­­bet der sexualisierten ­Gewalt» zu sprechen. Es geht um das Zuhause, den «vermeintlichen Safe Space», der in der Realität ein gefährlicher Ort für viele Menschen ist, wie Leupi erklärt. Das Gespräch dreht sich um das Verantwor­tungs­­gefühl, das Leupi beim sensi­blen ­Thema der sexualisierten ­Gewalt gegenüber den Betroffenen empfindet, aber auch um die spannenden Herausforderungen bei der Übersetzung.

Eindrücklich auch der Besuch im Atelier von Nadine Olonetzky, die sich in ihrem Buch mit ­ihrer Familiengeschichte beschäftigt hat. Sie erzählt, dass sie nur ein einziges Mal mit ihrem Vater, einem Holocaust­überlebenden, über seine ­Vergangenheit sprechen
konnte. Die knapp halbstün­digen Gespräche inklusive Textaus­züge gehen in die Tiefe und machen Lust auf die Lektüre.

Schweizer Literaturpreise 2025
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