Cloud Castle ist eine Plattform der Kunstmuseen Chur, ­Bregenz, Liechtenstein und St. Gallen. Cloud Castle ist aber auch ein Podcast, den die vier Direktorinnen und Direktoren zusammen aufnehmen. Die erste Folge war eine Präsentation der Plattform, die zweite kreiste um das erste gemeinsame Kunstprojekt: das Klang­ereignis «Carmen in the Mountains» von Wu Tsang, das 2025 im Toggenburg stattfand.

Mit der dritten Folge löst sich der Podcast inhaltlich von den Projekten der Museen. Jetzt soll es auch um aktuelle Fragen der Kunstwelt gehen. So bespricht die Direktorengruppe, bestehend aus Thomas D. Trum­mer, Stephan Kunz, Christiane Meyer-Stoll und ­Gianni Jetzer, den Einfluss ­sogenannter künstlicher Intelligenz auf die Kunst. Sie fragt sich etwa, was Autorschaft ­bedeutet, wenn Prozesse algorithmisch werden. Trummer vergleicht das Schaffen von KI-Programmen mit dem ­Abschreiben von Texten durch Mönche im Mittelalter: Den Sinn verstanden die Mönche oft nicht, weil sie nicht ­lesen konnten – so schlichen sich beim Kopieren oft Fehler ein.

Technisch und hinsichtlich Storytelling könnte der Podcast noch einen Zahn zulegen. Der Fokus auf aktuelle Themen tut ihm aber gut, denn die ­Direktoren verfügen über ein grosses Wissen und machen inte­ressante Beobachtungen.

Cloud Castle

www.cloudcastle.art

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