Lederhose, Elvis-Tolle und stei­rische Harmonika: So kennt man Andreas Gabalier. Seit über einem Jahrzehnt ist der 40-jährige Schlagerstar aus Graz mit seinen grobgeschnitzten Hymnen über die gute alte Zeit und das idyllische Landleben, über «Bergbauernbuam» und «fesche Dirndln» erfolgreich.

Doch der selbst erklärte «Volks-Rock ’n’ Roller» sorgte auch immer wieder für Skandale: homophobe Kommentare an Preisverleihungen, Frauenfeindlichkeit, Spiel mit faschistischen Symbolen.

Eine, die Gabaliers «Hodi odi ohh»-Refrains einst inbrünstig mitjohlte, ist Carrie Kremer. Bis sie sich an seinen Texten zu stören begann. Heute ist Kremer Radiojournalistin beim Bayerischen Rundfunk. Und für diesen nimmt sie ihr einstiges Idol im Podcast «Gabalier – Hinter der Lederhose» unter die Lupe: Ist er ein missverstandener Schlagerstar oder doch ein rückwärtsgewandter Rechtspopulist?

In vier Episoden erzählen Kremer und ihr Team Gabaliers tragische Familiengeschichte nach, knöpfen sich Liedtexte, Skandale, seinen Knatsch mit den Medien und sein Spiel mit der öffent­lichen Aufmerksamkeit vor. ­Dazu sprechen sie mit Weg­begleitern, Fans, Journalisten – und natürlich mit Andreas Gabalier selbst.

Ein spannender Podcast, in dem es nicht nur um einen umstrittenen Sänger, sondern auch um Themen wie den gesellschaftlichen Dialog geht.

Gabalier – Hinter der Lederhose
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