OZ ist tot. Aber wer genau hinschaut, wird in Hamburg noch immer seine Graffiti finden. Den Smiley an der Dachrinne beim Elbtunnel, den Kringel an einer Wand beim Hauptbahnhof, den besprühten Elektrokasten im Museum für Hamburgische Geschichte. 

OZ, bürgerlich Walter Josef Fischer (1950–2014), war zunächst gehasster Schmierfink und später gefeierter GraffitiKünstler. ­Etwas mehr als zehn Jahre nach seinem Tod auf den U-Bahn-Gleisen von Hamburg haben sich die Journalisten Kai Sieverding und Sven Stillich auf die Suche nach dem Mann hinter der Sprühdose gemacht.

Ihr fünfteiliger Podcast folgt Fischers Lebensweg von der Kindheit im katholischen Heim über seine Auslandreisen bis zu den Anfängen als ­Sprayer. Sieverding und Stillich sprechen mit seinen Strafverteidigern und Wegbegleitern, sie besuchen die Orte von ­Fischers Wirken, und sie lassen ihn im Archiv-Interview selbst zu Wort kommen.

Im Stil eines Radiofeatures erzählt der Podcast die Geschichte ­eines Aussenseiters, thematisiert dabei aber auch deutsche Nachkriegs­geschichte oder den Wan­del in der öffentlichen Einstellung gegenüber der Graffiti­Kunst. OZ wollte Farbe in die Stadt bringen. Dafür wurde er lange von der Presse gejagt, gar von Passanten und Sicherheitsleuten verprügelt. Heute feiert Hamburg seinen eigensinnigen Buntmacher.

OZ. Graffiti-Künstler. Schmierfink. Rebell.
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