Chris Sommer und Giulia Becker ­haben das geschafft, was momentan jede Firma anstrebt. Sie haben eine Community, eine Gemeinschaft gebildet. Das liegt wohl am Thema­ ihres Gesprächs­podcasts «Drinnies», also Intro­ver­tierte, die ­lieber drinnen bleiben als andere Leute zu treffen.

Becker und Sommer sind Comedyautoren, die in ihrem gemeinsamen Zuhause wöchentlich einen Podcast aufnehmen. Darin besprechen sie vermeintlich nebensächliche Aktualitäten – etwa aus der Welt des Reality-TV oder der absurden Lokalnachrichten. Sie stellen Redewendungen auf den Kopf, testen neue Snacks oder lesen Geschichten aus der Community vor.

Und all das mit einer angenehmen Leichtigkeit und Albernheit. Alle paar Wochen wird da etwa der «Drinnie des Monats» gekürt, es werden Drinnie-Fragen («Drinsider») verhandelt oder ein «Introvertipp» geteilt. Meistens geht es um Situa­tionen, in die jeder Mensch geraten kann, die für ­introver­tierte und konfliktscheue Menschen aber besonders unangenehm sind.

So lehrt der Podcast einen, wie man unbemerkt aus Whatsapp-­Gruppen austreten kann oder wie man ungewollten Besuch schnell und höflich wieder loswird. Die Lösung: Vor dem Öffnen der Tür eine Jacke überziehen. Wenn der Besuch erwünscht ist, ist man gerade heimgekommen. Und wenn nicht, muss man jetzt leider los. Der Podcast ist eine wunderbare Alltagsflucht, leichte Unterhaltung, aus der man fröhlicher hinaus- als hineingeht.

Drinnies
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