Über Kultur redet man gern. Über Geld nicht so sehr. Dabei ist Kultur ohne Geld nicht möglich. Im Podcast «Wovon lebst du?» lädt die Autorin und Regisseurin Maria Ursprung Kulturschaffende ein, mit ihr über Finanzen zu sprechen.

Da ist etwa die kamerunisch-­deutsche Klangkünstlerin Elsa M’Bala. Sie ­kritisiert die Unterscheidung zwischen sogenannt ernster Musik und Unterhaltungsmusik.

«Ich mache ernste Musik, weil ich damit mehr Geld verdiene», sagt sie ­augenzwinkernd. Fa­bienne Schmuki, Geschäfts­­­­füh­rerin des Musiklabels ­Irascible, erzählt, dass die meisten Indie-­­Musiker in Teilzeit arbeiten, weil sie von ihrer Musik nicht leben können. Und dass sie damit oft mehr verdienen als sie selbst beim Label.

Der Podcast gibt Einblick in die Kulturarbeit. Durch kritische Nachfragen und die grosse Bandbreite an Gästen wirkt der Podcast aber nicht wie eine Klagemauer für Kulturschaffende. Im Gegenteil: Pius Knüsel, Ex-Direktor von Pro Helvetia und Autor des viel diskutierten Buchs «Kultur­infarkt», ist auch zu Gast. Er ­findet, es gebe zu viele Institutionen, und plädiert für ein über­regionaleres Publikum. Ursprung wendet ein, dass das Theaterpublikum in der Schweiz nicht sehr mobil sei, sondern eher in der eigenen Stadt bleibe. Ein Podcast für alle, die nicht nur die Kultur interessiert, sondern auch, wie sie entsteht.

Wovon lebst du?

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