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Journalist und Autor Jan Weiler spricht in seinem Podcast «Mein Leben als Mensch» seine amüsanten Kolumnen gleich selber ein. Der kleinste Anlass genügt ihm für abenteuerliche Ausschweifungen: eine Formulierung, eine Neujahrseinladung zum Fondue oder eine Bekannte, die eine Spendenkampagne für eine elektrische Töpferdrehscheibe lanciert. Wie Letzteres dazu führt, dass eine Beziehung zerbricht und Jan Weiler sich ein bisschen verantwortlich fühlt, erzählt er mit Schalk und Charme.
Zu Beginn habe er anonym 30 Euro gespendet. Dann entdeckte er, dass Martin, der Partner der Bekannten, ebenfalls 30 Euro gespendet hatte. Also entschloss er sich, Martin zu ärgern, und legte noch einmal 100 Euro drauf. Es beginnt ein Spendenwettstreit zwischen zwei Männern, bei dem nur der eine weiss, gegen wen er da antritt. Martin verlässt seine Freundin schliesslich mit der Begründung, sie habe eine Affäre mit einem saudischen Prinzen. Der getöpferte Dankesteller ist nun sowohl der hässlichste als auch der teuerste Teller in Jan Weilers Schrank. Seine fünfminütigen Texte sind voll feinem, klugem Humor, und der Autor liest sie mit einer Ernsthaftigkeit ein, welche die Ironie wunderbar akzentuiert.
Jan Weiler – Mein Leben als Mensch
www.ardmediathek.de
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