Folk: Sirom
Unerhörtes vom Trio Sirom aus Slowenien: Ana Kravanja, Samo Kutin und Iztok Koren, die seit zehn Jahren zusammen Musik machen, schaffen mit zwei Dutzend Instrumenten den ­magischen Sound einer imagi­nären Volksmusik mit hypnotischer Wirkung. Ihr akustisches Instrumentarium stammt unter anderem aus dem Iran, der Mongolei, aus West- und Nord­afrika: Leiern, Lauten, Harfen und mehr. Begeisternder experi­menteller Folk.

Sirom
In the Wind of Night
Hard-Fallen Incantations Whisper
(Glitterbeat 2025)

Soul: Joy Crookes
Vorsicht vor Joy Crookes! Auf ihrem zweiten Album umschmeichelt sie einen erneut mit gefälligem Retro-Soul und R ’n’ B. Doch dann stört die Londoner Musikerin jegliche Wohligkeit: mit schweren Trip-Hop-Rhythmen und bissigem Sprechgesang, mit Chören, die wie verzogenes Vinyl eiern, und mit Bläsern, die wie verbeulte Flohmarkttrompeten scheppern. Schliesslich singt Croo­kes über unrealistische Schönheitsideale, ungesunde Beziehungen und persönliche Dämonen. Das hat Wumms.

Joy Crookes
Juniper
(Sony 2025)