Maori-Sound: Marlon Williams
In der Sprache Maori enden alle Wörter auf einen Vokal. Das ergibt einen faszinierenden Klang. Zu hören auf dem vierten Album von Marlon Williams (34), auf dem er zu seinen neuseeländischen Wurzeln zurückkehrt. Im musikalischen Mix von Folk, Country und Pop singt er sanft vom Unterwegssein, von Liebe und Leben, von der Existenz zwischen zwei Welten. Kleines Glanzstück: eine Pianoballade im Duett mit dem neuseeländischen Popstar Lorde.

Marlon Williams
Te Whare Tiwekaweka
(Marlon Williams Records 2025)

Rap: Little Simz
Die Londonerin Little Simz (Simbiatu Ajikawo) ist nun schon zehn Jahre unterwegs und gilt heute als eine der stärksten und wandelbarsten Rap-Stimmen. Mit «Lotus» legt sie ein nachdenkliches Album vor: persönliche Texte, getriebene Beats, aufgefangen von Jazz- und Funkanleihen. Düsternis in «Flood», Wut auf die Musik­industrie in «Lotus». Und mit «Young» beweist Little Simz, dass Storytelling-Rap auch selbstironisch sein kann.

Little Simz
Lotus
(AWAL 2025)