Indierock: Dry Cleaning
Verschrobenheit ist spassig, wenn sie in der Gestalt von Dry Cleaning daherkommt. Das Londoner Quartett spielt auf dem dritten Album quengeligen Postpunk und lieblichen Indierock – oder was auch immer gerade zum Sprechgesang von Frontfrau Florence Shaw passt. Deren Texte über das moderne Leben lavieren zwischen ­Alltagspoesie, Ironie und Surrealismus. «Ich stelle sicher, dass es versteckte Botschaften in meiner Arbeit gibt», singt sie einmal. Viel Spass beim Dechiffrieren!

Dry Cleaning
Secret Love
(4AD 2025)

Gypsy-Pop: Django 3000
«Amore Mio Ciao» sind die ­einzigen drei italienischen Wörter auf dem neuen Album von Django 3000 aus dem ­bayerischen Chiemgau. Einmal singt Kamil Müller in seinem angenehm rauen Timbre ein Stück in seiner Muttersprache Slowakisch, der schöne Rest vertraut auf das Bewährte des Quartetts: Mundarttexte und akustischer Gypsy-Pop mit flottem Geigenspiel und packenden Rhythmen. Ein ­lebensbejahender, fröhlicher Liederstrauss. 

Django 3000
Amore Mio Ciao
(Millaphon 2026)