Klassik: Béla Bartók
Die Kombination von Werken aus verschiedenen Zeiten kann erkenntnisreich sein. Das auf die Musik des 20. Jahr­hunderts spezialisierte Toronto Symphony Orchestra unter Gustavo Gimeno kombiniert zwei Werke des ­Ungarn Béla Bartók (1881–1945) mit dem Auftragswerk «The ­Sediments» der Kanadierin Emilie Cecilia Lebel (43). ­Interessant ist, wie Bartóks modernistische Agilität in «The Miraculous Mandarin» und im «Concerto for Orches­tra» in ­Lebels wuchtiger Soundkaskade anklingt.

Béla Bartók: The Miraculous Mandarin
(Harmonia Mundi 2026)

Jazz: Björn Meyer
Björn Meyer beweist auf seinem Soloalbum, dass der Bass mehr sein kann als ein Begleiter in der Tiefe. Der in Bern ­lebende Schwede spielt seine rhythmischen Muster präzise groovend, die Klänge ornamental verwoben. Und aus der steten Wiederholung entsteht ein eigener Raum voller Ruhe und Kraft. Organisches Wachstum liegt Meyer am Herzen. Er vergleicht seine Musik mit einem Garten, wo Menschen sich ­gerne aufhalten.

Björn Meyer
Convergence
(ECM 2026)